Mehr Unabhängigkeit für Immobilienmakler

Mehr Unabhängigkeit für Immobilienmakler

Manche Prinzipien sind charakteristisch für das Maklergeschäft, die sich entscheidend auf den Provisionsanspruch auswirken. Das sind das Erfolgsprinzip, das Prinzip der Entscheidungsfreiheit des Auftraggebers und das Prinzip der Unabhängigkeit. Es gibt auch noch das Neutralitätsprinzip. Das Prinzip der Unabhängigkeit ist für eine große Anzahl von Maklergeschäften relevant. Hierbei müssen Auftraggeber und Makler unabhängig voneinander sein. Ist die Unabhängigkeit nicht gegeben und der Makler kann einer Vertragspartei zugerechnet werden, ist seine Maklereigenschaft verloren. Hat der Makler seine Erfolgsprovision ausschließlich mit dem Auftraggeber vereinbart, in dem er zur Abhängigkeit steht, spielt es keine Rolle. Ein Immobilienmakler muss das Vertragsergebnis im Auftrag beider Parteien vermitteln und zwar streng neutral. Hat er nur eine Vertragsbeziehung zu einer der Parteien, ist er nur dieser gegenüber zur Interessenwahrung verpflichtet.

Es darf sich beispielsweise ein Rechtsanwalt nicht neben als Grundstücksmakler betätigen, wenn die Kanzlei zu einer Maklerfirma gehört. Das wurde in einem Urteil des Bundesgerichtshofs in einem speziellen Fall festgelegt. Die innere Unabhängigkeit ist gefährdet. Die gleichzeitige Ausübung der beiden Berufe stellt eine Interessenkollision dar, die zur Gefährdung der inneren Unabhängigkeit des Anwalts führt. Versicherungsmakler und Vermittler von Finanzdienstleistungen dürfen ebenfalls nicht gleichzeitig als Rechtsanwalt tätig. Alltagsgeschäft des Anwalts in besagtem Fall war es individuelle Vermögenspositionen zu erstreiten oder zu verteidigen. Dadurch war er oft mit den Finanz- oder Immobiliengeschäften seines Mandanten beschäftigt. Er hätte als Immobilienmakler bei einer Käufervermittlung oder der Provision eines neuen Mieters sich durch das Provisionsinteresse nicht ganz auf seine anwaltliche Beratung konzentrieren können.

Immobilienmakler die einen Telefonservice nutzen, haben den großen Vorteil, sich voll und ganz auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren zu können. Der Telefonservice kann die verschiedenen Anfragen annehmen und bearbeiten. Die geschulten Mitarbeiter können auch direkt anhand der vorliegenden Daten einen Auftrag ablehnen, weil die Unabhängigkeit sonst gefährdet wäre.

 

 

 

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Warum Berufsbetreuer einen Telefonservice brauchen

Warum Berufsbetreuer einen Telefonservice brauchen

Berufsbetreuer üben in Deutschland rechtliche Betreuungen (§ 1896 ff. BGB) aus. Dabei handelt es sich um ein entgeltliches Gewerbe. Der Berufsbetreuer ist kein Ausbildungsberuf im eigentlichen Sinne.  Er hat sich in den letzten Jahren entwickelt und die Vormundschaft für Erwachsene abgelöst. Bis 1992 waren es in erster Linie Rechtsanwälte, die diesen Job übernahmen. Seit 1992 betätigen sich viele Menschen anderer Berufsgruppen als Berufsbetreuer. Oft sind es Sozialarbeiter/-pädagogen, Erzieher, Alten- und Krankenpfleger aber auch Kaufleute und Verwaltungsfachkräfte.  In Deutschland üben ca. 17.000 Berufsbetreuer den Job aus. Die meisten arbeiten selbständig, es gibt aber auch angestellte Vereinsbetreuer in Betreuungsvereinen oder bei der Behörde angestellte Behördenbetreuer. Deutschlandweit gibt es ungefähr 850 Betreuungsvereine.

Ein Büroservice kann Berufsbetreuer bei mehreren Aufgaben unterstützen. Die Belastung hängt immer vom jeweiligen Menschen ab, der betreut werden muss. Der Büroservice kann bei der Verwaltung der Betreuungsakten, bei Antragsstellung oder Leistungsanträgen unterstützen, gegenüber Behörden und Gerichten Bericht erstatten, Rechnungsstellung übernehmen sowie den Telefondienst. Letzterer wird durch eine Umleitung des Telefons auf die Leitung des Büroservice erreicht. Durch Übernahme der vielfältigen administrativen Aufgaben, kann sich der Berufsbetreuer ganz auf seine Kernkompetenzen konzentrieren.

Man kann nicht einfach als Berufsbetreuer arbeiten. Das Betreuungsgericht bestellt Betreuer nach dem § 1836 Abs. 1 BGB, § 1897 Abs. 6 BGB, § 1 ff. Vormünder- und Betreuervergütungsgesetz – VBVG. Im Bestellungsbeschluss wird die Führung als beruflicher Betreuer eingetragen. Grundsätzlich sollte ein Betreuer mehr als zehn  Betreuungen führen, wenn er die Tätigkeit des Berufsbetreuers ausführen möchte. In der Regel kommt der Berufsbetreuer erst ins Spiel, wenn die unter Berücksichtigung der beruflichen Kenntnisse zu erwartende Schwierigkeit der Betreuung nicht von einem Ehrenamtlichen geleistet werden kann.