Warum Berufsbetreuer einen Telefonservice brauchen

Warum Berufsbetreuer einen Telefonservice brauchen

Berufsbetreuer üben in Deutschland rechtliche Betreuungen (§ 1896 ff. BGB) aus. Dabei handelt es sich um ein entgeltliches Gewerbe. Der Berufsbetreuer ist kein Ausbildungsberuf im eigentlichen Sinne.  Er hat sich in den letzten Jahren entwickelt und die Vormundschaft für Erwachsene abgelöst. Bis 1992 waren es in erster Linie Rechtsanwälte, die diesen Job übernahmen. Seit 1992 betätigen sich viele Menschen anderer Berufsgruppen als Berufsbetreuer. Oft sind es Sozialarbeiter/-pädagogen, Erzieher, Alten- und Krankenpfleger aber auch Kaufleute und Verwaltungsfachkräfte.  In Deutschland üben ca. 17.000 Berufsbetreuer den Job aus. Die meisten arbeiten selbständig, es gibt aber auch angestellte Vereinsbetreuer in Betreuungsvereinen oder bei der Behörde angestellte Behördenbetreuer. Deutschlandweit gibt es ungefähr 850 Betreuungsvereine.

Ein Büroservice kann Berufsbetreuer bei mehreren Aufgaben unterstützen. Die Belastung hängt immer vom jeweiligen Menschen ab, der betreut werden muss. Der Büroservice kann bei der Verwaltung der Betreuungsakten, bei Antragsstellung oder Leistungsanträgen unterstützen, gegenüber Behörden und Gerichten Bericht erstatten, Rechnungsstellung übernehmen sowie den Telefondienst. Letzterer wird durch eine Umleitung des Telefons auf die Leitung des Büroservice erreicht. Durch Übernahme der vielfältigen administrativen Aufgaben, kann sich der Berufsbetreuer ganz auf seine Kernkompetenzen konzentrieren.

Man kann nicht einfach als Berufsbetreuer arbeiten. Das Betreuungsgericht bestellt Betreuer nach dem § 1836 Abs. 1 BGB, § 1897 Abs. 6 BGB, § 1 ff. Vormünder- und Betreuervergütungsgesetz – VBVG. Im Bestellungsbeschluss wird die Führung als beruflicher Betreuer eingetragen. Grundsätzlich sollte ein Betreuer mehr als zehn  Betreuungen führen, wenn er die Tätigkeit des Berufsbetreuers ausführen möchte. In der Regel kommt der Berufsbetreuer erst ins Spiel, wenn die unter Berücksichtigung der beruflichen Kenntnisse zu erwartende Schwierigkeit der Betreuung nicht von einem Ehrenamtlichen geleistet werden kann.

 

 

 

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Ausblick 2018: das ändert sich alles

Ausblick 2018: das ändert sich alles

Das neue Jahr bringt einige Änderungen mit sich. Sie sollen das Leben vereinfachen und manche Missstände ausräumen. Die einen können davon profitieren, andere eher nicht. Das macht der Staat aber nicht, um Bürger zu ärgern, sondern um mehr Gerechtigkeit und Sicherheit zu schaffen. Wer im Jahr 2018 ein Haus bauen möchte kann als privater Bauherr detaillierte Baubeschreibungen fordern, um Angebote vergleichen zu können und bei Streitigkeiten Beweise zu haben. Zudem müssen Baufirmen die Fertigstellung verbindlich angeben. Bauverträge können innerhalb von zwei Wochen widerrufen werden.

Verbraucher haften in der Regel bei Missbrauch der eigenen Kreditkarte oder des Online-Bankings nur noch bis zum einem Betrag von 50 Euro, statt wie bisher bis zu 150 Euro. Lediglich bei grober Fahrlässigkeit gibt es Ausnahmen. Alleinstehende Hartz-IV-Empfänger bekommen 416 Euro statt 409, Paare 374 Euro statt 368 Euro pro Partner. Kinder von 0 bis 6 Jahre erhalten 240 Euro statt 237 Euro, von 6 bis 14 Jahre 296 Euro statt 291 Euro, von 14 bis 18 Jahre 316 Euro statt 311 Euro. Und Haushaltsmitglieder zwischen 18 und 25 Jahre bekommen 332 Euro statt 327 Euro.

Verbraucher werden besser vor Telefon-Abzocke geschützt. Das gilt für Ping-Anrufe, die kurz anklingeln und einen teuren Rückruf provozieren. In Mobilfunknetzen muss für 22 Länder bis spätestens 15. Januar eine kostenlose Preisansage geschaltet werden. So kann der Anrufer das Telefonat beenden, ohne dass Kosten entstehen.

Der Mindestlohn für Pflegekräfte wird in Westdeutschland von 10,20 Euro auf 10,55 Euro angehoben. In den neuen Bundesländern von 9,50 Euro auf 10,05 Euro. die Differenzierung in Ost und West endet im Elektrohandwerk zum Jahresende 2017. Es gilt eine künftige bundesweite Lohnuntergrenze von 10,95 Euro. Der branchenunabhängige, gesetzliche Mindestlohn ändert sich nicht.

Beitragsbild: by fotolia, Thaut Images

Verhaltensregeln für die Weihnachtsfeier… was geht und was geht gar nicht?

Verhaltensregeln für die Weihnachtsfeier… was geht und was geht gar nicht?

Auf Weihnachtsfeiern herrscht allgemein gute Laune und eine ausgelassene Stimmung. Allerdings gilt es hier auch ein paar Dinge zu beachten, damit keine Fettnäpfchen im Weg stehen und es kein böses Erwachen am nächsten Tag gibt. Generell kann gesagt werden, dass eigentlich alles, was im Alltag an gutem Benehmen selbstverständlich sein sollte, auch für die Weihnachtsfeier gilt. Ein respektvoller und freundlicher Umgang mit dem Chef und den Kollegen sollte selbstverständlich sein.

Beleidigungen, unerlaubte Annäherungen oder üble Nachrede haben im Alltag nichts verloren und auf einer Weihnachtsfeier auch nicht. Und es sollte immer daran gedacht werden, dass eine Firmenfeier keine Familienfeier ist. Je nachdem, wie die Firma aufgestellt ist und wie formell es zugeht, kann das Beisammensein nicht mehr ganz so ungezwungen sein.

Wer denkt, auf einer Weihnachtsfeier achten Kollegen und Chefs nicht so auf die Mitarbeiter, der irrt sich gewaltig. Dabei macht es dann auch keinen Unterschied, in welches Fettnäpfchen jemand tritt. Teilnehmen sollte jeder an einer Weihnachtsfeier, denn überhaupt nicht zu erscheinen könnte für reichlich Unmut bei Kollegen und Vorgesetzten sorgen. Gegen ein Glas Wein oder ein Bier zum Essen spricht wohl nichts. Allerdings ist Alkoholgenuss doch eher mit Vorsicht zu genießen, da er zwar die Zunge lockert, aber leider auch die Kontrolle über sich selbst. Nach ein paar Gläschen können Körpersprache, Sprache und Selbstwahrnehmung leiden, was in den meisten Fällen keinen Vorteil für den Betroffenen ist. Vorsicht geboten ist mit Büroflirts. Dumme Anmachen oder sexuelle Belästigungen gehen gar nicht, weder im Büro noch auf der Weihnachtsfeier.

Die Kleidung ist für die Weihnachtsfeier passend zu wählen. Übliche Business Kleidung ist meist die richtige Wahl, weder under- noch overdressed. In erster Linie soll es ein netter Jahresausklang mit den Kollegen und dem Chef werden. Wer sich wie im Alltag benimmt, macht nichts verkehrt, und kann die Feier genießen und Kollegen und Vorgesetzten am nächsten Tag noch immer unter die Augen treten.