Ausblick 2018: das ändert sich alles

Ausblick 2018: das ändert sich alles

Das neue Jahr bringt einige Änderungen mit sich. Sie sollen das Leben vereinfachen und manche Missstände ausräumen. Die einen können davon profitieren, andere eher nicht. Das macht der Staat aber nicht, um Bürger zu ärgern, sondern um mehr Gerechtigkeit und Sicherheit zu schaffen. Wer im Jahr 2018 ein Haus bauen möchte kann als privater Bauherr detaillierte Baubeschreibungen fordern, um Angebote vergleichen zu können und bei Streitigkeiten Beweise zu haben. Zudem müssen Baufirmen die Fertigstellung verbindlich angeben. Bauverträge können innerhalb von zwei Wochen widerrufen werden.

Verbraucher haften in der Regel bei Missbrauch der eigenen Kreditkarte oder des Online-Bankings nur noch bis zum einem Betrag von 50 Euro, statt wie bisher bis zu 150 Euro. Lediglich bei grober Fahrlässigkeit gibt es Ausnahmen. Alleinstehende Hartz-IV-Empfänger bekommen 416 Euro statt 409, Paare 374 Euro statt 368 Euro pro Partner. Kinder von 0 bis 6 Jahre erhalten 240 Euro statt 237 Euro, von 6 bis 14 Jahre 296 Euro statt 291 Euro, von 14 bis 18 Jahre 316 Euro statt 311 Euro. Und Haushaltsmitglieder zwischen 18 und 25 Jahre bekommen 332 Euro statt 327 Euro.

Verbraucher werden besser vor Telefon-Abzocke geschützt. Das gilt für Ping-Anrufe, die kurz anklingeln und einen teuren Rückruf provozieren. In Mobilfunknetzen muss für 22 Länder bis spätestens 15. Januar eine kostenlose Preisansage geschaltet werden. So kann der Anrufer das Telefonat beenden, ohne dass Kosten entstehen.

Der Mindestlohn für Pflegekräfte wird in Westdeutschland von 10,20 Euro auf 10,55 Euro angehoben. In den neuen Bundesländern von 9,50 Euro auf 10,05 Euro. die Differenzierung in Ost und West endet im Elektrohandwerk zum Jahresende 2017. Es gilt eine künftige bundesweite Lohnuntergrenze von 10,95 Euro. Der branchenunabhängige, gesetzliche Mindestlohn ändert sich nicht.

Beitragsbild: by fotolia, Thaut Images

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